Dr. Ulrich G. Randoll (links) im Gespräch mit AMBULANTICUM-Geschäftsführer Dr. Bernhard Krahl. Foto: Ambulanticum

Matrix-Rhythmus-Therapie: Innovatives Verfahren gegen Blockaden

Herdecker AMBULANTICUM® pflegt die deutschlandweit einzige Kooperation mit Therapiebegründer Dr. Ulrich Randoll aus München

Herdecke, 11. September 2020.

Gezielt tastet Dr. Ulrich G. Randoll Rücken und Schulter des Patienten ab und setzt das schlanke, stabförmige Therapiegerät an. Das Matrixmobil gleitet über die verspannten, oft Schmerzen verursachenden Muskeln und lockert das Gewebe mit niederfrequenten Vibrationen im Bereich des körpereigenen Zitterns. „Ich bereite das Gewebe durch Verbesserung der Elastizität vor, damit Bewegungen wieder möglich werden“, erklärt Ulrich Randoll. Seinem Matrix Konzept folgend, beginnen Heilungsprozesse grundsätzlich durch Mikromobilisation auf zellulärer Ebene, um dann im gleitenden Übergang Makrobewegungen erst passiv und dann aktiv (patientenunterstützt) zu ergänzen. Die Matrix-Rhythmus-Therapie, durchgeführt mit dem Matrixmobil, wendet auch das Herdecker Ambulanticum an und ist nach eingehender Prüfung inzwischen fester Bestandteil des modularen Neuro-Intensiv-Konzepts. 

Die Therapie mit dem Matrixmobil ist fester Bestandteil des AMBULANTICUM-Konzepts. Foto: Ambulanticum

Zweimal im Jahr kommt Dr. Ulrich G. Randoll, wie zuletzt Ende August, ins AMBULANTICUM®, um Patienten der Herdecker Einrichtung persönlich zu behandeln und vor allem um die Mitarbeitenden zu schulen. Seit fünf Jahren besteht diese Kooperation, die in Deutschland einmalig ist. „Ansonsten arbeiten wir bisher nur mit Universitäten in Indien so eng zusammen“, erläutert der Vorstand des Dr. Randoll Instituts, der insgesamt 6.000 Menschen weltweit in der Matrix-Rhythmus-Therapie geschult hat – 4.000 von ihnen in Deutschland, mehr als 100 davon in Herdecke. 

 

Jana Bouvain, Sportwissenschaftlerin am AMBULANTICUM, begleitete Dr. Ulrich G. Randoll während seiner Arbeit in Herdecke. Foto: Ambulanticum

Zu ihnen gehört auch Jana Bouvain, Sportwissenschaftlerin am AMBULANTICUM®. Eine Woche lang begleitet sie den Mediziner aus München bei seiner Arbeit und lernt die Matrix-Rhythmus-Therapie in ihrer Anwendung genauestens kennen und die Auswirkungen der mindestens einstündigen Therapieeinheiten schätzen. „Viele Patienten sprechen sehr positiv auf die Therapie an. Die Muskeln entspannen durch Verbesserung des Stoffwechsels und der rhythmischen Aktivierung der Afferenzen, wodurch der Bewegungsspielraum gleich deutlich größer wird.“ 

Das bestätigt auch Christian Schmidt, der an diesem Tag besonders in der linken Schulter Schmerzen verspürt und diese nur eingeschränkt bewegen kann. „Jetzt ist es schon besser“, sagt der Patient wenige Augenblicke, nachdem Dr. Ulrich Randoll das Matrixmobil eingesetzt und gleichzeitig Arm und Schulter mobilisiert hat. „Die Regenerationszeit ist natürlich immer davon abhängig, wie lange und welche zellulären Prozesse blockiert sind“, erklärt Dr. Ulrich Randoll, der im AMBULANTICUM® Patienten mit unterschiedlich schweren neurologischen Erkrankungen und deren Folgen behandelt. 

Angelik Kobus ist eine von ihnen. Die 15-Jährige hat seit einem Verkehrsunfall vor drei Jahren einen hohen inkompletten Querschnitt, ist unterhalb des Nackens gelähmt, in ihren Bewegungen stark eingeschränkt und seit 1,5 Jahren regelmäßig im AMBULANTICUM® zur Behandlung. Bei der Therapie der jungen Frau kommt auch das Matrixmobil zum Einsatz. „Zwar gibt es viele betroffene Stellen, aber nach jeder Behandlung sehen wir Fortschritte“, sagt Angeliks Mutter Diana Kobus. „Nach einer der letzten Behandlungen konnte Angelik ihre beiden Arme sogar eigenständig senkrecht über den Kopf heben.“ Ein Ergebnis, das zwar nicht direkt von Dauer sei, aber durch kontinuierliche Wiederholungen gestärkt werden könne, so Dr. Ulrich Randoll. Mutter und Tochter machen diese Ergebnisse Mut: „Wir freuen uns über all diese kleinen Erfolge. Und die können wir kontinuierlich sehen.“ 

Ein solches Feedback bestätigen auch die Geschäftsführer des AMBULANTICUM® Dr. Bernd Krahl und Marion Schrimpf ihren Weg mit der MaRhyThe® – wie die Therapie unter Therapeuten und Patienten im AMBULANTICUM genannt wird – weiter zu verfolgen. „Mittlerweile sind alle unsere Therapeuten in dieser Therapie ausgebildet“, erklärt Marion Schrimpf, Geschäftsführerin des AMBULANTICUM®. „Und mit insgesamt sieben Matrixmobilen sind wir auch technisch sehr gut ausgestattet, um die Durchführung der Therapie zu gewährleisten. Die MaRhyThe® ist fester Bestandteil unseres Therapiekonzepts – ebenso wie die besondere Kooperation mit Dr. Ulrich Randoll.“ 



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